Frl. Mary Read – Von Verlust und Lebensfreude 

Lerne Mary kennen. Mary hat einen berührenden Verlust erlitten und berichtet in ihrem Gastbeitrag davon, wie sie die Traurigkeit hinter sich lassen und neue Lebensfreude entdecken konnte.

Hallo, wer bist du eigentlich?
Hallo! Mein Name ist Mary Read. Ich bin eine Seeräuberin die in Männerklamotten groß Karriere gemacht hat. Nun ja. Nicht wirklich. Aber mein Pseudonym sagt schon recht viel über mich. Gerne sehe ich mich als starke, unabhängige Frau, die ihr Leben selbst im Griff hat und sich auch gegen Gesellschaftliche Normen und Strukturen durchsetzt. In Wirklichkeit bin ich eine Anfang30 Mutter mit Hund und Partner, die viel mehr mit der Realität klar kommt als ihr 16 Jähriges Ich das jemals zugelassen hätte.Schon immer war ‚Leben und leben lassen‘ für mich selbstverständlich, weswegen ich mir wohl auch einen Beruf gesucht habe, in welchem ich mit Menschen arbeite. Das gibt mir das Gefühl zumindest einen kleinen Beitrag leisten zu können. Und es fällt mir auch heute noch schwer zu begreifen wie ignorant und aggressiv viele Menschen sind, wenn es darum geht andere als die eigene Meinungen, Entscheidungen, Wege zu respektieren.Kürzlich Kürzlich stritt ich mich mit einer Mutter, weil sie meiner Tochter erzählt hat, dass sie nicht in ihre Freundin verliebt sein könnte, weil Mädchen nur Jungs lieben. Die Art von Mensch bin ich.

Wo stehst du gerade in deinem Leben? Was hast du überwinden müssen?
Das ist aber eine sehr weitreichende Frage. Gerade sortiere ich nach der Elternzeit vor allem mein berufliches- und damit auch mein Familiäres Leben. Überwinden musste ich Einiges. Angefangen mit einer chronisch kranken Mutter, über die Pubertät – die jeden Tag ein Auswärtsspiel war, Drogenerkrankungen und Suizid im Freundeskreis… bis hin zu dem Verlust meines ersten Kindes – von dem ich hier auch berichte, weil es das erste schlimme Ereignis in meinem Leben war, von welchem ich unmittelbar betroffen war – und es in erster Linie nur um meine Gesundheit, meinen Körper und unser Kind ging. Ich konnte mich nicht hinter der Helfer Rolle verstecken oder Verantwortung abgeben.

Was motiviert dich, am Positive Vibes Blogprojekt teilzunehmen?
Tatsächlich möchte ich helfen. Anderen Menschen zeigen: Auch das überlebt man! Durch den Tod meiner Mutter vor einigen Monaten kam wieder viel vom Verlust meines Kindes hoch und ich habe gemerkt, wieviel ich dadurch gelernt habe. Und auch ein Stück weit möchte ich daran erinnern, dass es nie so ist wie es scheint. Mir wurde schon gesagt ich dürfe mich ja nicht beschweren. Bei mir sei ja immer alles perfekt. Das was man von mir auf den ersten Blick sieht: glückliche hetero Beziehung, 2 wundervolle Kinder, toller Hund, Idylle pur. Die ganze Scheiße die wir mit uns rumschleppen, die Arbeit die es mich manchmal kostet jeden Tag zu lachen, die Energie die ich aufwende meinen Kindern eine gute Mutter zu sein, die sieht man nicht.

Was hat dich gestärkt? Welchen Rat möchtest du anderen Frauen in schwierigen Lebenssituationen geben?
Die Wichtigsten Sachen sind wohl: Bleib bei Dir! Soll bedeuten, nimm Dich und deine Gefühle ernst! Egal was andere sagen, deine Gefühle sind immer wichtig. Gefühle sind nicht rational und können nicht nach richtig und falsch sortiert werden. Hol dir Hilfe! Sich Hilfe zu holen ist tatsächlich ein Zeichen von Stärke! Es zeigt wie gut du dich kennst, dass du weisst wann du Hilfe von außen brauchst! Und die meisten Menschen helfen richtig gern! Nicht nur die Profis.Wenn Du merkst das alles zuviel wird, nimm dir Auszeiten. Besonders Frauen denken oft immer alles gleichzeitig schaffen zu müssen. Setz Prioritäten. Es ist nie immer alles gleich wichtig- und wenn Du zusammenbrichst geht nix mehr!

Danke für deine Offenheit, liebe Mary 💛 Deine Anne

 

 

Was genau Mary Read widerfahren ist und ihren Beitrag zum Empowerment-Blogprojekt findest Du hier:  ⏩ BLOGPOST

 

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