Lea – Verdammt, ich lieb‘ dich

Im heutigen Gastbeitrag lernt ihr Lea kennen. Lea berichtet euch von ihrer ersten großen Liebe – und auch von den ersten negativen sexuellen Erfahrungen.
Der Gastbeitrag offenbart den Zwiespalt, in dem wir uns manchmal in zwischenmenschlichen Kontakten befinden können:  „Das ist doch nicht ok so, oder stimmt etwas nicht mit meiner Wahrnehmung, kann ich meinen Gefühlen überhaupt noch trauen?“
Wenn wir in solche Situationen geraten, in denen Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung der Situation nicht übereinstimmen und wir aus welchem Grund auch immer die „Unterlegenen“ sind, passiert ganz viel in uns drin, besonders mit unserem Selbstbewusstsein.
Lea erzählt, wie verzweifelt und zerrissen sie sich damals gefühlt hat und wie sie vergeblich versuchte ihrer Situation mit Logik zu entkommen.

Warum ihr Beitrag dennoch ermutigend ist, erfährst du im Gastbeitrag „Verdammt, ich lieb‘ dich“ <- klicke hier!

Mehr über Lea:

Hallo, wer bist du eigentlich?
Hallo, ich bin Lea 🙂 chaotisch, mutig, unsicher, lieb, unnachgiebig und furchtbar neugierig. Außerdem ziemlich stur und manchmal etwas nachtragend. Ein ganz normaler Mensch eben.

Wo stehst du gerade in deinem Leben? Was hast du überwinden müssen?
Ich stehe in meinem Leben gerade an einem Neuanfang, vor allem entdecke ich wieder, wie ich das Leben am besten meistern kann. In meiner letzten Beziehung kam es zu einigen Situationen, die mich sehr aus der Bahn geworfen haben. Am Ende wusste ich gar nicht mehr, wer ich überhaupt bin.

Was hat dich gestärkt? Welchen Rat möchtest du anderen Frauen in schwierigen Lebenssituationen geben?
Gestärkt hat mich mein neu gewonnenes Vertrauen in meine Intuition. Inzwischen habe ich wieder ein gutes Gefühl dafür, was ich wann brauche. Diese ruhige innere Stimme ist wieder da. Mein Rat (übrigens auch für Männer): hört auf eure Intuition! Wenn ihr Abstand braucht, nehmt ihn euch. Wenn ihr Ruhe braucht, macht mal für eine Stunde das Handy aus. Ihr seid niemandem Rechenschaft darüber schuldig, was ihr mit eurem Körper, eurer Zeit und eurem Besitz anfangt. Es ist euer Leben.

Was motiviert dich, am Positive Vibes Blogprojekt teilzunehmen?
Ich möchte anderen zeigen, dass man nicht immer alles verstehen muss um sein Leben zu meistern. In meinem Fall bedeutet das, dass ich manchmal nicht in Worte fassen kann, was ich fühle oder von einer Situation denke. Das hat mir bei den Erfahrungen mit meinem Ex-Freund oft Probleme bereitet: Das Kind nicht beim Namen nennen zu können. Es hilft, aber man braucht es nicht unbedingt. Einfach nur einen Schritt nach dem anderen zu machen genügt 🙂 manchmal klären sich die Fragen dann ganz von alleine. Oder eben auch nicht.

Was du sonst noch loswerden möchtest:
Obwohl ich gesagt habe, dass man das Kind nicht zwingend beim Namen nennen können muss, fände ich es schön, wenn über das Thema körperliche/sexuelle Übergriffe und auch andere emotionsgeladene Themen geredet werden könnte, ohne um Begrifflichkeiten herumzuschleichen. Viel mehr noch geht es mir allerdings um ein harmonisches Miteinander. Man fasst niemanden an, es sei denn derjenige möchte das. Man respektiert das Eigentum anderer Leute. Solche Verhaltensweisen sind leider immernoch keine Selbstverständlichkeit. Es bedeutet aber auch nicht, dass jemand, der sich einen Fehltritt erlaubt, gleich eingesperrt gehört. Jeder macht mal Fehler. Das gehört zum Menschsein dazu. Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen o.ä. in Ordnung sind.

Liebe Lea, ganz vielen lieben Dank für deine Offenheit und den Mut,
deine Geschichte zu erzählen. Es ermutigt andere! Deine Anne

Zum Gastbeitrag von Lea: „Verdammt, ich lieb‘ dich“ <- klicke hier!