Unterwegs sein. Mit euch. Ich bin nicht allein. 

Im Zug sitzend, mit Kopfhörern auf den Ohren (es spielt gerade: „Jessie Wäre – Selfish Love“) denk ich an euch. An die Menschen da draußen, die ich größtenteils nicht persönlich kenne und die mir dennoch beinahe jeden Tag eben online begegnen. Ich hab festgestellt, dass ich mit Worten Menschen erreichen kann und manchmal der schriftliche Kontakt ausreicht, um eine Verbindung aufzubauen.

Irgendwann wurde Instagram erfunden, endlich Einblicke, Eindrücke auch über Buchstaben und Smileys hinaus, sogar bewegte Bilder. Was für eine wunderbare Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten. Vielfalt kennenlernen und verwandte Seelen finden. 

Durch Instagram hab ich so viele Künstler entdeckt, die sich für Selfacceptance, Feminismus, gegen Periodshaming und Rassismus einsetzen, die mein Leben mit Bildern, Kreativität und Musik bereichern. Wann immer ich es will, ist eine Portion ‚positive vibes‘ nur einen Klick entfernt. Solange der Akku geladen ist, bin ich niemals allein.

Viele von euch zeigen ihren Alltag, teilen ihre Gedanken, berichten von ihren täglichen Erlebnissen und öffnen sich. Dieser Einblick in lebendige Gefühle ist so wertvoll. Ich erfahre, die allermeisten Menschen fühlen sich manchmal gut und manchmal scheiße, genau wie ich. Irgendwie fühle ich mich verbunden, finde mich wieder und finde Verbindungen zu euren Leben, ich bin ein Teil der Community. Wann immer ich will, bin ich nur einen Klick von Offenheit und Gesellschaft entfernt. Solange der Akku geladen ist, bin ich niemals allein. 

Manche von euch senden Herzchen, andere Worte und wieder andere auch private Nachrichten. Ihr erreicht mich und ich erhalte Feedback, eine Rückmeldung und Support. Ich stell eine Frage, bitte um Unterstützung und ihr seid da, mit Worten, Herzen oder Videos. Einfach so, vorbehaltlos und ohne Bewertung. 

Klar, nicht alles ist immer eitel Sonnenschein. Insta ist nicht der Nabel der Welt, es gibt einen Haufen Trolle da draußen und das reale Leben mit den alltäglichen Offline-Kontakten tut mir genauso gut. Und doch:     

Ich liebe meine Instagramblase, weil sich dort völlig unverbindlich und ohne Ansprüche an Verfügbarkeit eine positive Gemeinschaft von interessanten Menschen mit Meinungen trifft und ich immer irgendwie ein Gegenüber finden kann, wenn ich es brauche. 

Wenn es im echten Leben bei dir gerade scheisse läuft, dann mach dich auf: Bevor du dich endgültig einsam fühlst, such dir eine Gemeinschaft, knüpf einen Kontakt. Und verdammt, es ist scheiß egal ob du das im Sportverein, auf der Arbeit tust oder eben im Internet, auf welcher Plattform auch immer – such dir Gleichgesinnte!

Du bist nicht allein. Die Gleichgesinnten sind vielleicht bloß gerade nicht in deiner Nähe. Du kannst Menschen erreichen, wenn du das willst.

💛

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