Halt dich an deiner Liebe fest

Zum Einstieg in das Blogprojekt will ich dir noch ein bisschen mehr über mich erzählen. Unter About me erfährst du mehr zu meiner Motivation zu diesem Blog, im  folgenden will ich dir etwas mehr über mein aktuelles Leben erzählen. Dann weißt du auch, auf welchem Hintergrund sich mein Engagement für positive Vibes und Ermutigung aufgebaut hat. 

Nach einigen Jahren als alleinerziehende Mutter lebe, lache, streite und bestreite ich den Alltag inzwischen gemeinsam mit meiner Herzdame und Junior. Wir haben vor einem Jahr ein neues Zuhause in Bielefeld gefunden. Hier ist jetzt unser Heimathafen. Junior erkundet von hier aus die Welt und wir ziehen uns hierher zurück, wenn wir genug von der Welt haben. 

Du denkst, Heimat ist dort wo man geboren wird/aufwächst? Das mag für dich so sein, schön wenn es so ist. Und dann gibt es aber auch noch die Menschen mit einer ruhelosen Biographie. Mit einer ruhelosen, unsteten Biographie gibt es nicht immer diesen einen verlässlichen Ankerpunkt, den Heimathafen, zu dem man immer wieder zurück kehren kann. Oft verliert man sich in Erinnerungen an verschiedene Szenarien aus verschiedenen Wohnorten und weiß am Ende nicht sofort mehr ganz genau, wo man am liebsten gewohnt hat und am glücklichsten war und welche der Erinnerungen an welchem dieser Orte spielte.

Gerade dann, wenn du scheinbar oder tatsächlich keinen Hafen hast, brauchst du ihn eigentlich am Nötigsten. Einen Zufluchtsort, an dem du dich fallen lassen kannst und endlich mit allem Glück und Elend du selbst sein, ganz ohne Schranken, Moralvorstellungen oder Erwartungen der Gesellschaft.

Was also tun, wenn man keinen Heimathafen hat? Ich hab mich lange, wegen einer ruhelosen Biographie, grundlegend heimatlos gefühlt. Ich hab in der Zeit mein Herz an die falschen Menschen gehängt, versucht mich zum Beispiel glücklich zu kaufen oder durch immer wieder neuen Aufbruch die Frustrationen hinter mir zu lassen. Das hat leider nicht geklappt. Irgendwann war ich pleite und schon wieder enttäuscht von der Umgebung in der ich gelandet war. 

Inmitten der größten Frustration hab ich einen klugen Satz gelesen, in einem Buch oder Blog, und dieser Satz ist mir direkt ins Herz gesprungen: „Wenn du umziehst, lässt du die Gegend, das Haus, vielleicht die Leute und den Krempel hinter dir,  aber –  dich selbst wirst du immer mitnehmen!“. 

Das war wie die Offenbarung! Natürlich konnte ich nicht auf Dauer mit der neuen Umgebung, dem neuen Arbeitsumfeld, der neuen Clique zufrieden sein, von der ich mir so viel versprach, schließlich war ich es schlicht und einfach mit mir selbst nicht! 

Irgendwo in einem anderen Blog oder Artikel (ich lese viel) hab ich dann noch gelernt, die Anfangseuphorie nach einem Umzug oder Jobwechsel oder bei einer neuen Beziehung hält drei Monate an – danach verfällt man wieder in alte Denkmuster. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen – genau so hatte ich gelebt. Von Aufregung zu Aufregung, und wenn ich unzufrieden wurde und mich mit mir selbst auseinander setzen hätte müssen, hab ich mich in ein neues Abenteuer gestürzt. 

Aber wie kommt man raus aus dem Hamsterrad? Gute Frage. Es braucht kein neues Abenteuer, sondern eigentlich das Besinnen auf das Wesentliche!  Worauf kommt es im Leben wirklich an? 

Eines Tages traf ich meine Herzdame, und alles war anders. Irgendwie nicht rund um die Uhr himmelhochjauchzendaufregend und Achterbahnfahrt, sondern beruhigend und gemütlich – und ich dachte lange, kann das genug sein? Ich hab lange gebraucht zu verstehen, dass Beziehung nicht immer Action bedeuten muss, sondern auch Rückzug, Zuflucht sein kann. Und wie viel wertvoller es ist eine Zuflucht zu haben💛

Gut, für mich gab es also plötzlich diesen äußeren Bezugsmensch, mit dem ich alle Sorgen und inneren Unruhen besprechen konnte. Du denkst jetzt – na toll, aber ich bin allein (mein Mann ist auf Montage/anderweitig beschäftigt, ich bin alleinerziehend, ich bin Single….). Was oder wer könnte für dich ein Zufluchts-Ort oder -Mensch sein oder werden? Vielleicht fällt dir ja jemand ein – wenn nicht, findest du vielleicht im Austausch zur Empowermentbewegung jemanden, der deine Ansichten teilt und mit dem du dich austauschen kannst, wenn die Unruhe größer wird. Es muss ja nicht gleich immer die große Liebe sein, an der du dich in schwierigen Zeiten festhalten kannst, eine zwanglose Kommentarfreundschaft tut es für den Beginn auch😉

Ein anderer, unheimlich wichtiger und erlösender Faktor im Besinnen auf das Wesentliche und im Prozess vom zur Ruhe kommen ist der Abstand. Der Abstand, die innere und äußere Distanz, zwischen dir und deinen Dämonen. Je enger und häufiger du mit den Menschen und Aufgaben die dir Komplikationen bereiten zusammen bist, desto schwieriger wird es für dich ‚richtig‘ abzuschalten. Hier hilft Distanz. Ich bin mit meiner Familie 40km weiter in die nächste Stadt gezogen, als klar wurde – ohne Abstand zu den Komplikationen in meinem Leben werde ich wie eine vertrocknete Blume eingehen. Es war keine leichte Entscheidung, haben wir doch auch Sicherheiten hinter uns gelassen und sind komplett neu gestartet. 

Jetzt fragst du sicher, wie soll ich denn zur Ruhe kommen und Abstand oder Distanz schaffen, wenn ich doch hier nicht weg kann, weil ich die Mutter oder die Führungskraft bin oder mit meinen Herausforderern in einem Haus lebe?  Tja, hier ist Kreativität gefragt, wenn du der Situation nicht ausweichen kannst. Was tut dir gut?  Du brauchst deine halbe Stunde Ruhe, weil sonst gar nichts mehr geht? Kennst du noch diese lustigen Türanhänger, die wir als pubetierende Teenager an unsere Türen gehängt haben? Solche, wie sie auch in Hotels benutzt werden? Bastle doch deinen eigenen, schreib drauf „Ich regeneriere! Bitte nicht stören“ oder „Akku leer, bitte während der Ladezeit nicht ansprechen“. Und zieh das durch! Tür zu und auf taub stellen. Irgendwann lernen sie es dich in dieser Zeit in Ruhe zu lassen, du musst nur stoisch bleiben. Vielleicht liebst du auch Musik, Kopfhörer auf und Welt aus? Ganz ehrlich, und es ist mir kein bisschen peinlich: wenn bei mir gar nichts mehr geht, geht immer noch: Klassische Klaviermusik! Dabei kann ich wirklich richtig runterfahren. Und, hey Babymama, ich kann aus eigener (privater und beruflicher) Erfahrung sagen: es ist okay, bei einer Brüllattacke einfach das Ohropax aus der Schublade zu nehmen und das ganze Drama zehn Dezibel leiser in Angriff zu nehmen. Keine Sorge, du hörst dein Baby trotzdem – aber vielleicht schaffst du dir so inneren Abstand und kannst etwas ruhiger reagieren. 

Es gibt nicht auf alle Probleme eine Lösung, manche müssen wir einfach aushalten. Es ist wichtig, sich das Aushalten einfacher zu machen! 

Halt dich an deiner Liebe fest, was du liebst, was dir gut tut, darauf kommt es an. Finde deinen Weg, dir selbst gut zu tun. Du musst nur diesen einen ersten Schritt in die richtige Richtung setzen. Ich glaub an dich💪🏼

In den nächsten Wochen erfährst du hier im Blog mehr zum Thema Resilizenz (seelische Widerstandsfähigkeit) und lernst neue Strategien um mit emotionalen Theater umzugehen, von und mit anderen, ebenfalls ganz normalen und bodenständigen, Menschen und mir. Lass dich ein auf dieses Miteinander. Wir sind nicht allein darin! 

Und falls du immer auf dem Laufenden bleiben willst, abonniere durch einen Klick hier meinen Blog Positive Vibes oder folge mir auf instagram unter @goldanne.blog✌🏽

Ich freu mich, dass du dabei bist!

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